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Corporate Digital Responsibility: eine neue menschen- und werteorientierte Digitalisierung?

Die Veränderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt, sind drastisch und weitreichend. Sie betreffen das Arbeits- und Alltagsleben jedes Einzelnen und somit die gesamte Gesellschaft. Vermehrt wird darüber diskutiert, welche moralische Verantwortung Staat und Unternehmen innerhalb der digitalen Transformation übernehmen sollten. 

Wie könnte eine Datenethik aussehen, die weit über den Schutz persönlicher Daten hinausgeht und eine menschen- und werteorientierte Digitalisierung möglich macht?

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) versucht erste Antworten zu finden. Gemeinsam mit Unternehmen stieß das BMJV einen Prozess zur Entwicklung von Leitlinien einer Corporate Digital Responsibility (CDR) an. Der Begriff Corporate Digital Responsibility beschreibt Prinzipen einer unternehmerischen Verantwortung im digitalen Wandel, geht über die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen hinaus und setzt auf eine freiwillige Selbstverpflichtung.

Ziel dieser vom BMJV angestoßenen Initiative ist es, digitale Verantwortung zu einer Selbstverständlichkeit für Unternehmen aller Branchen werden zu lassen. Die digitale Teilhabe soll erhöht und in den Dienst der Nachhaltigkeit gestellt werden. Bereits in der Entwicklungsphase neuer digitaler Produkte und Dienstleistungen sollen gesellschaftliche Auswirkungen mitgedacht und bestimmte Wertmaßstäbe eingehalten werden. Denn letztlich soll mit CDR-Strategien verloren gegangenes Vertrauen in digitale Angebote zurückgewonnen werden.

Gemeinsam mit Ihnen und unseren Panelisten haben wir Antworten auf die folgenden Fragen gesucht: Inwieweit sollen CDR-Strategien politisch festgelegt werden? Welche Verantwortung trägt der Staat, welche die Unternehmen, welche der Verbraucher? Kann CDR eine Chance für Deutschland sein, sich im internationalen Wettbewerb zu differenzieren und die digitale Zukunft menschen- und werteorientiert zu gestalten? Inwieweit kann CDR die öffentliche Skepsis gegenüber dem digitalen Wandel abbauen? Welche grundlegenden Prinzipien müssen Teil einer nachhaltigen CDR-Strategie sein?

 

Referenten:

 

Gerd Billen, Staatssekretär, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Iris Plöger, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. 

 

Zeit: Mo. 24.06.2019, 12:30 - 13:37 Uhr.

Ort: Tagesspiegel-Haus, direkt am S Anhalter Bahnhof (Askanischer Platz 3, 10963 Berlin)

 

Moderiert wurde die Veranstaltung von Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber, Der Tagesspiegel

 

Über das Format:

Der cybersec.lunch ist ein regelmäßiges Format des Tagesspiegels, in dem bei einem Mittagessen drängende Fragen der digitalen Sicherheit diskutiert werden. In einer Stunde stellen zuerst zwei Redner ihre Sichtweise zum Thema kurz vor und diskutieren diese anschließend mit den Gästen.


Der cybersec.lunch wird unterstützt von der Bundesdruckerei.